Im Jahr 2022 startete die Deutsche Raumfahrtagentur den Hyperspektralsatelliten EnMAP. Statt einzelne Abschnitte des elektromagnetischen Spektrums zu erfassen, deckt er fast den gesamten Wellenlängenbereich von kurzwelliger UV-Strahlung bis langwelliger Infrarotstrahlung ab (siehe Abbildung: Abdeckung des Multispektralsatelliten Sentinel-2 in Grau).
Wir wollten herausfinden: Welche zusätzlichen Erkenntnisse gewinnen wir mit diesem technologischen Fortschritt?
Für die Deutsche Raumfahrtagentur haben wir untersucht, wie EnMAP-Daten uns bei der Erkennung von Zuckerrübenkrankheiten helfen können. Können die Daten zwischen befallenen und gesunden Feldern unterscheiden? Können wir damit zwischen Stolbur-, Cercospora- und SBR-Krankheiten unterscheiden?
Wir haben die spektralen Signaturen gesunder und erkrankter Zuckerrüben untersucht, um den aussagekräftigsten Index für die Krankheitserkennung zu ermitteln (siehe Abbildung).
Der Nachteil des hyperspektralen Satelliten ist, dass er nur etwa ein Bild desselben Feldes pro Monat aufnimmt. Daher kombinierten wir die hohe spektrale Auflösung von EnMAP mit der hohen zeitlichen und räumlichen Auflösung von Sentinel-2. Unser Modell ermöglicht es so, die Vorteile beider Satelliten optimal zu nutzen.
Wir danken dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für die finanzielle Unterstützung, die dieses Projekt ermöglicht hat.